Blaj

Mit unseren Partnern aus Blaj, der PH Eisenstadt veranstalten wir Deutschkurse für Kinder in Rumänien. Wie so ein Kurs abläuft können Sie aus dem Erfahrungsbericht der Studierenden entnehmen.

 

RUMÄNIEN – BLAJ 2018

Die aufregende Reise begann am Samstag den 26.06 vor dem Café Savio in Mattersburg. Die Studierenden konnten es kaum erwarten, das für sie unbekannte Land Rumänien kennenzulernen und den jungen Heranwachsenden die deutsche Sprache zu lehren. Ein moderner und vor allem vollgepackter VW-Bus brachte die insgesamt 8 Teilnehmer sicher ans Ziel. Die Stadt Blaj war das Ziel der 6 tägigen Reise. Blaj liegt im Kreis Alba in Siebenbürgen und hat eine stolze Einwohnerzahl von 20.758. Nach einer neunstündigen Autofahrt kam die Gruppe am Montag den 27.08 wohlauf in Blaj an. Zuerst wurden die Teilnehmer zu ihrer Unterkunft im Caritas Haus begleitet und konnten in Ruhe ihre Zimmer beziehen. Aufgrund des gelungenen Zeitmangagements war sogar Zeit für eine kleine Pause, sodass neue Energie getankt werden konnte. Am Nachmittag war es endlich soweit, die Studierenden lernten die Schulleitung und ihre zukünftigen Schüler und Schülerinnen kennen. Die Schüler und Schülerinnen wurden dem Alter entsprechend in drei unterschiedlich große Gruppen aufgeteilt und die Gruppengrößen waren unterschiedlich. Je zwei Studierende betreuten jeweils eine Gruppe. Das Alter der Kinder reichte von 7 Jahren bis hin zu 15 Jahren.

Der Unterricht fand von Dienstag bis Freitag von 09:00 – 12:00 statt. Die Gestaltung des Unterrichts oblag ganz den Studierenden. Es war ein großes Anliegen den Unterricht kreativ und abwechslungsreich zu gestalten, sodass die Schüler und Schülerinnen Spaß am Unterricht hatten, denn man lernt doch am besten wenn man Spaß dabei hat, nicht wahr? Die einzige „Bedingung“, die gestellt wurde, war, dass mit den Kindern viel gesprochen werden sollte. Wie mit den Heranwachsenden kommuniziert werden sollte, war völlig freigestellt. Daher wurde es den Studierenden überlassen, ob sie mit den Schülerinnen und Schülern in der Klasse bleiben, auf dem Schulhof spielen oder in den Park gehen wollten. Dement-sprechend wurde der Unterricht auf dem jeweiligen Ort weitergeführt.

Die Schüler und Schülerinnen genossen es sehr, dass der Unterricht oftmals außer-halb des Klassenzimmers stattgefunden hat und man merkte wie diese regelrecht aufblühen. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Sprachkenntnisse der Kinder auf einem sehr niedrigen Level waren. Die Niveaus unterschieden sich stark von Gruppe zu Gruppe. Obwohl das Level mäßig war, merkte man den Jugendlichen die Freude am Erlernen einer neuer Sprache an. Motivation und Begeisterung war reichlich vorhanden und somit wurde uns das Unterrichten leicht gemacht. Eine Erleichterung in der Kommunikation stellte das Wissen, dass in jeder Gruppe ein Kind, dessen Muttersprache Deutsch ist, dar. Jene Kinder konnten in schwierigeren Situationen für die anderen Schülerinnen und Schüler übersetzen. Überraschenderweise waren die Englischkenntnisse der Kinder sehr gut. Daher konnte man auch sich auch etwas mit Englisch weiterhelfen, falls kein „Dolmetscher“ anwesend war. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Unterrichten den Lehrenden sehr viel Spaß gemacht hat. Die Jugendlichen haben fleißig mitgearbeitet und brachten sich gut in den Unterricht ein. Es wurden zahlreiche Spiele wie zum Beispiel „Simon sagt“ oder „Ich seh, ich seh - was du nicht siehst“ gespielt. Des Weiteren wurde über österreichische sowie rumänische Traditionen geplaudert und auch die unterschiedlichen Schulsysteme wurden thematisiert.

 

Herr Kroiss händigte den Studierenden Leu, so heißt die rumänische Währung, um mit den Schülern und Schülerinnen Eis essen oder auch Mittagessen gehen zu können. Dies wurde von jeder Gruppe so gut wie jeden Tag gemacht und die Kinder wussten die Großzügigkeit sehr zu schätzen und haben es sehr genossen. Eine kleine Stärkung zwischen dem Lernen darf einfach nicht fehlen! Nach Beendigung des Vormittagsprogamms unternahmen die Studierenden am Nachmittag diverse Ausflüge. Herr Kroiss versuchte uns einen tiefen Einblick in das typisch rumänische Leben zu geben und dies gelang ihm sehr gut. Die Gruppe hatte daher ein volles Programm. Es waren absolut sehenswerte Plätze und Städte dabei, die besichtigt wurden. Die Karpaten, die Stadt Sibiu (Hermannstadt), die Salzgrotte Salina Turda bei Cluj und die Kirchen in Alba-Iulia wurden erkundet. Für jeden war etwas dabei. Das gemeinsame Mittag- und Abendessen bereitete jedem große Freude und es fand ein Austausch statt. Das Essen an sich war köstlich und es war für jeden Geschmack etwas dabei und kein Magen blieb leer. Vor der Heimreise am Freitag den 31.08. gingen alle drei Gruppen gemeinsam Mittagessen, wo sich die Kinder wehmütig verabschiedeten. Die Jugendlichen waren von der gesamten Woche so angetan, dass manche von ihnen sogar fragten wann wir wieder kommen. Über die positiven Rückmeldungen der Schüler und Schülerinnen als auch der Direktorin freuten sich die Studierenden sehr und sie wurden daher in ihrem Tun bestärkt. Gegen 13:15 Uhr trat die österreichische Gruppe ihre Heimreise an. Nach kurzer Zeit wurde allerdings die Fahrt abrupt unterbrochen, da ein Reifen des VW-Busses platzte. Die Gruppe empfand dies als kleines Abenteuer und meisterte die Situation mit einem breiten Grinser. Gemeinsam wurde eine Lösung gefunden und nach einiger Zeit konnte wieder weitergefahren werden. Nach unzähligen Wartezeiten an den Grenzen und aufgrund von Staus befand sich die Truppe gegen 03:45 Uhr (Ortszeit) vor dem Café Savio in Mattersburg. Alles in Allem kann gesagt werden, dass die Woche voller Überraschungen, Abenteuer und auch Herausforderungen steckte. „Jede Reise hat ein Ende aber die Erinnerung bleibt.“

 

Öffnungszeiten

MO - DO

13:00 - 17:00 Uhr

 

Michael Koch-Straße 44
7210 Mattersburg

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